2026 Grönland

09.08. – 26.08.2026

Tag 1: Reykjavik

Früh morgens startet unsere Reise zunächst mit dem Flieger nach Reykjavik. Dort erwartet uns ein warmer Sommertag mit schönstem Sonnenschein. Wir nutzen den Nachmittag für eine Rundgang durch das gemütliche Stadtzentrum.

Skulptur Sonnenfahrt

Hallgrímskirkja-Kirche

Tag 2:  Reykjavik

Heute Nachmittag geht es aufs Schiff, vorher ist noch Zeit die beeindruckende Lava Show zu besuchen. Auf der Ocean Albatros angekommen, gibt es zuerst die obligatorischen Sicherheitseinweisungen, danach wollen wir in See stechen. Aber es kommt alles anders…

Harpa, Opern- und Kongresshaus

Tag 3: Überquerung der Straße von Dänemark

Wir wachen morgens auf und liegen immer noch im Hafen von Reykjavik!? Wir sollten längst auf dem Weg durch die Dänemark Straße zu unserer Bucht für die Beobachtung der Sonnenfinsternis sein. Was war passiert? Ein Container mit Lebensmitteln für das Schiff war am Tag zuvor vom Zoll festgehalten worden und erreichte uns erst diesen Vormittag. Erst gegen 12 Uhr stachen wir dann in See.

Die Dänemarkstraße ist der schmale Abschnitt des Nordatlantiks, der Island von Grönland trennt. Dieses Gewässer gehört zu den produktivsten der Welt, wo der kalte polare Ostgrönlandstrom mit dem warmen, nach Norden gerichteten Golfstrom kollidiert. Diese nährstoffreichen Gewässer beherbergen riesige Fischbestände und dadurch auch Robben, Wale und Seevögel.

Tag 4: Sokonge Bucht, Tag der Sonnenfinsternis

Wir erreichen tatsächlich gerade noch rechtzeitig die Küste von Blosseville, Ostgrönland, und die Bucht, die sich im Zentrum der Totalität der Sonnenfinsternis befindet. Die Crew hatte sorgfältig den bestmöglichen Beobachtungsort ermittelt – einen Ort, der so nahe wie möglich an der Mittellinie der Sonnenfinsternis liegt, mit einfachem Zodiac-Zugang, freier Aussicht durch Berge im Südwesten und wahrscheinlich klarem Himmel. Diese einsame Bucht liegt abseits der Standardrouten und daher gibt es keine Daten zu Wassertiefe etc. Der Kapitän lotst das Schiff von einem Zodiac aus zum windgeschützten Ankern tiefer in die Bucht. Nach 15 Uhr dürfen endlich wir Fotografen an Land und unsere Ausrüstung aufbauen. Der Schatten des Mondes bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 4.000 Kilometern pro Stunde von Nordgrönland auf uns zu. Die Spannung steigt und um 16:37 Uhr beginnt die „partielle Sonnenfinsternis“. Wir haben Glück mit dem Wetter, der Himmel ist wolkenlos und die Temperaturen sind auch recht angenehm. Um 17:38 beginnt die „Totalität“, es wird dunkel, die Temperatur fällt. Um 17: 40 endet leider schon die Totalität und die Sonne tritt wieder langsam aus dem Schatten des Mondes hervor. Das Ende des ganzen Spektakels ist um 18:38 erreicht. Wir kehren erschöpft und zufrieden auf unser Schiff zurück. Was für ein fantastisches Erlebnis!!!  

Sokonge Bucht









Tag 5: Auf See

Der Kapitän und seine Offiziere steuern die Ocean Albatros entlang Blosseville, der dramatischsten Küste außerhalb der Antarktis, nach Süden. Die hohen und dunklen Felswände haben ihren Ursprung in der Öffnung des Atlantischen Ozeans, als sich Norwegen und Grönland trennten und Tausende Kubikkilometer Lava durch die Erdkruste nach oben flossen. Die dramatischen schwarzen Gesteinsschichten zeugen von unzähligen Vulkanausbrüchen in der Region vor etwa 50 Millionen Jahren. Diese faszinierende Region ist ein Anziehungspunkt für Geologen aus aller Welt und wurde erstmals vom legendären dänischen Entdecker Ejnar Mikkelsen erkundet. Trotz der abweisenden Landschaft und des brutalen Wetters der Region leben die Vorfahren der heutigen Inuit seit Tausenden von Jahren in der Region. In dieser ansonsten unberührten und jenseitigen Landschaft liegen verstreut ein paar verlassene Inuit-Siedlungen und Expeditionshütten.

Tag 6: Tasiilaq

Nach dem Fahrtag erreichen wir am frühen Morgen die Stadt Tasiilaq, die dekorativ auf Hügeln direkt am Fjord liegt. Tasiilaq ist die größte Stadt Ostgrönlands sowie das kulturelle und logistische Zentrum. Die etwa 1800 Einwohner machen knapp ein Drittel der Bevölkerung Ostgrönlands aus. Tasiilaq liegt in einem perfekten natürlichen Hafen auf der Insel Ammassalik. Obwohl sie oberflächlich den Städten an der Westküste ähnelt, ist die Landschaft hier viel rauer, die Menschen weniger und die Schlittenhunde viel zahlreicher.
Anders als die Westküste, die seit dem 17. Jahrhundert ununterbrochenen Kontakt mit Europa hatte, blieb die Küste Ostgrönlands bis etwa 1894 mehr oder weniger unkontaktiert, als Gustav Holms berühmte Skin Boat Expedition einen dänischen Handelsposten in Tasiilaq errichtete. Aufgrund der großen Entfernungen waren die Menschen in Ostgrönland (Tunumiit) von ihren Verwandten im Westen isoliert, und die Sprache, Traditionen und Kultur Ostgrönlands unterschieden sich daher erheblich von denen in anderen Teilen des Landes.
Alte Traditionen sind hier stark ausgeprägt. Diese Region Grönlands war die Heimat der letzten Angakkuit (Schamanen) Grönlands und ist die Heimat des Tupilak – eines Monsters, das aus tierischen (und manchmal menschlichen) Körperteilen geformt und durch die Kraft eines Angakkuq dazu beseelt wird, bei Feinden verheerenden Schaden anzurichten.
Am Vormittag unternehmen wir eine geführte Stadttour, besuchen das kleine Museum und schlendern vorbei an den bunten Häusern. Am Nachmittag erwandern wir das Blumental, begleitet von gewehrtragenden Guides, denn Grönland ist Eisbären Land. Danach lädt uns die lokale Community zum Probieren typischer Nahrungsmittel (Fisch, Robbe, Wal) ein. Vor der alten Kirche trägt der Chor der Stadt einheimische Lieder vor und wir schauen beim Trommeltanz in traditioneller ostgrönländischer Tracht, einer jahrtausendealten spirituellen Tradition, zu. Außerdem konnten wir an einer Fütterung von Schlittenhunden teilnehmen.


















Tag 7: Skoldungen Fjord

Der Skjoldungen Fjord an der Südostküste Grönlands trennt die unbewohnte Skjoldungen Insel vom Festland und umschließt sie von drei Seiten. Während des Zweiten Weltkriegs betrieben die Alliierten auf der Insel eine kleine Wetterstation. Der Fjord begeistert durch seine spektakuläre Kulisse aus steilen Bergen, tiefen Tälern und kalbenden Gletschern. Tief in diesem Fjord unternehmen wir einen Ausflug mit den Zodiacs bis kurz vor die Abbruchkante des imposanten Thrym Gletschers, einem prächtiger Eisfluss, der von der Eisdecke herabfließt. An der Abbruchkante lösen sich ständig große Eisberge und kleineres Treibeis. Wir sammeln Stücke vom Treibeis für unsere abendlichen Drinks. Nach diesem wunderschönen Ausflug setzt die Ocean Albatros die Fahrt durch den atemberaubend schönen Fjord fort, die wir auf den Außendecks genießen.

Thryms-Gletscher



Halo (Ein Halo ist ein Lichtphänomen, das bei Sonnenschein und Schleierwolken auftritt. Diese Schleier-, Feder- oder auch Cirruswolken bestehen aus feinen Eiskristallen. Daran bricht sich das Licht der Sonne. Dabei entstehen Ringe oder Lichtflecken, oft in unmittelbarer Nähe zur Sonne. Je nach Form der Eiskristalle und dem Sonnenstand bilden sich verschiedene Formen aus: Halos gibt es als Ring, Lichtfleck oder Lichtsäule. Manchmal kann man auch mehrere Phänomene gleichzeitig beobachten. Dabei schillern Halos entweder in Regenbogenfarben oder erscheinen weiß.)







Skoldungen Fjord


Orkas

Tag 8: Prinz Christian Sund und Aappilattoq

StattSüdlich von Skjoldungen liegt Cape Farewell, das nicht nur als südlichster Punkt Grönlands bekannt ist, sondern auch für sein äußerst herausforderndes Wetter. Aus diesem Grund nehmen wir die komfortablere, aber auch spektakulärere Route, die ca. 100 km lange Innenpassage des Prinz Christian Sund. Er verbindet die Irmingersee im Osten mit der Labradorsee im Westen und ist an der schmalsten Stelle knapp 500m breit. Zahlreiche Ausläufer des grönländischen Inlandeises kalben direkt in den Sund und die steilen Granitwände bilden eine spektakuläre Kulisse.






Nachmittags landen wir in der kleinen Gemeinde Aappilattoq, das versteckt unter den hohen Bergen am Ende des Prinz Christians Sund liegt, an. Die Siedlung hat ca. 90 Einwohner und die Menschen leben noch auf sehr traditionelle Weise von Fischerei und der Jagd auf Robben und auch Eisbären. Die Anbindung an den Rest Grönlands ist nur per Helikopter oder Boot möglich, wobei die Bootsverbindung meist 6 Monate durch Packeis unmöglich ist. Die Menschen, die wir dort getroffen haben, wirken sehr glücklich und zufrieden mit ihrer Lebensweise. Der örtliche Chor ist in ganz Grönland bekannt und lud uns zu einer Kostprobe in die Kirche ein.






Tag 9: Tasermiut Fjord und Uunartoq

Über Nacht sind wir tief in den Tasermiut Fjord hinein gefahren. Der Fjord erstreckt sich  bis zum Eisschild und ist von grünen, fruchtbaren Seitentälern und steilen Granitwänden gesäumt, die bis zu 2000 m über dem Meeresspiegel reichen. Wir werden früh für eine Zodiac Tour geweckt. Der Fjord ist von steilen Granitwänden umgeben und bei Bergsteigern und Wanderern beliebt. Vom Zodiac aus sehen wir auch Klosterdalen, ein vegetationsreiches Gletschertal mit Wikinger-Ruinen eines ehemaligen Klosters aus dem 14. Jh.



Unser nächster Stopp sind die heißen Quellen auf der Insel Uunartoq. Mit Badesachen ausgerüstet wandern wir vom Strand zum Badebecken. Die Temperatur des Wassers beträgt angenehme 38°C. Die Wärme der Quellen soll durch Reibung tiefer Erdschichten entstehen. Diese Quellen wurden schon vor über 1000 Jahren von den Wikinger und Inuit genutzt. Vom Pool aus hat man einen herrlichen Blick auf den Fjord mit den vielen leuchtenden Eisbergen, die im Meer vorbeitreiben.



Tag 10: Quassiarsuk und Itilleq Kujalleq

Am frühen Morgen fahren wir unterhalb der majestätischen Berge des Tunulliarfik-Fjords in Richtung des kleinen Dorfes Qassiarsuk. Die Fjorde hier sind von saftig grünen Wiesen gesäumt und übersät mit kleinen Schafzuchtsiedlungen. Wir gehen in Quassiarsuk, das 1924 von Otto Frederikson gegründet wurde, an Land.





Am nördlichen Ortsausgang besuchen wir auch Brattahlíð, das Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Kujataa ist. Erik der Rote gründete hier 985 die erste Wikinger-Siedlung auf Grönland mit dem Namen Brattahlíð. Von hier aus startete auch sein Sohn, Leif Eriksson, zu seinen Entdeckungsfahrten nach Nordamerika.
Brattahlíð ist archäologisch interessant, weil dort die Grundmauern der ersten christlichen Kirche in Grönland bzw. Amerikas freigelegt wurden. Diese soll auf Bestreben von Þjóðhildur, der Frau Eriks des Roten, um das Jahr 1.000 erbaut worden sein. In der Nähe der Kirchenfundamente wurden Reste eines Langhauses gefunden. Das Gebäude war 53 m lang, 14 m breit und hatte Torfwände, die bis zu 1,5 m dick waren. Heute gibt es hier die rekonstruierten Nachbauten der ersten Kirche und eines Wikinger-Langhauses zu besichtigen.







Gleich noch ein zweites Unesco-Weltkulturerbe wartet am Nachmittag auf uns. Die Ocean Albatros geht in der Bucht des winzigen Dorfes Itilleq vor Anker.
Über einen Bergrücken wandern wir gut drei Kilometer hinüber nach Igaliku. Es war der Sitz der Bischöfe von Grönland nach der Christianisierung durch dänische Missionare im Mittelalter. Der Ort hieß damals Garðar. Die Domkirche war für das damalige Grönland ungewöhnlich groß und gut ausgebaut.
Die Reste der Siedlung kann man heute als Unesco-Weltkulturerbe besichtigen.
In Igaliku lebt man hauptsächlich von der Schafszucht und im Sommer gibt es ein wenig Tourismus. Die Einwohnerzahl liegt bei 30 – 40.







Tag 11: Auf See

Wir fahren entlang der Westküste nach Norden durch die Davisstraße. Dies ist die Meerenge zwischen der kanadischen Baffininsel und Grönland. Sie verbindet die Labradorsee mit der Baffin Bay. Sie ist 650 km lang und 300 km breit und damit eine der breitesten Meerengen der Welt. Größter Ort an der Davisstraße ist Nuuk, die Hauptstadt Grönlands.



Finwal

Tag 12: Nuuk

Nach einem Fahrtag entlang der Westküste nach Norden erreichen wir morgens Nuuk, die Hauptstadt und zugleich mit 20.000 Einwohnern größte Siedlung Grönlands. Nuuk liegt circa 250 Kilometer südlich des nördlichen Polarkreises am Eingang des Nuuk-Fjords. Der Nordatlantikstrom streift diesen Teil von Grönland und verhindert im Winter das Zufrieren des Meeres.
Die ruhigen Fjorde rund um Nuuk werden seit mindestens 2200 v. Chr. von Paläo-Inuit-Kulturen bewohnt, und archäologische Beweise deuten auf Migrationswellen durch das Gebiet hin, als frühere Jäger der wandernden Beute folgten. Um das Jahr 1000 n. Chr. gründeten nordische Kolonisten aus Island die westliche Siedlung auf den grünen Wiesen des Nuuk-Fjords. Diese Siedler verschwanden mehrere hundert Jahre später auf mysteriöse Weise und überließen die Insel den Inuit, die weitaus besser für das Leben in der rauen Umgebung Grönlands gerüstet waren.
Mit Bussen werden wir ins Zentrum gebracht und unternehmen in kleinen Gruppen geführte Stadtbesichtigungen. Die Kontraste in Nuuk könnten kaum größer sein, zwischen der Altstadt mit ihren bunten, historischen Häusern und den funktionellen, mit allen Annehmlichkeiten ausgestatteten Wohnblocks in der zweiter Reihe.
In den letzten 50 Jahren ziehen immer mehr Menschen aus den entlegenen und kleinen Siedlungen nach Nuuk. Dies bedeutet aber einen radikalen Bruch mit der traditionellen dörflichen Lebensweise der Inuit, der sich in großen sozialen Problemen wie Alkoholismus äußert. Der Haupterwerb der Hauptstadt konzentriert sich vor allem auf den Dienstleistungssektor und die öffentliche Verwaltung, dennoch bleibt Fischfang extrem wichtig.
Eine wichtige Touristenattraktion ist das am Rande der Altstadt gelegene Grönländische Nationalmuseum. Neben umfangreichen Ausstellungen zur grönländischen Geschichte und Kultur sind hier auch die berühmten Mumien von Qilakitsoq aus der Thule-Kultur zu besichtigen. Die exzellent erhaltenen Mumien von mehreren Frauen und einem Baby wurden 1972 in Nordwest-Grönland entdeckt und stammen wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert.












Tag 13: Evighedsfjord und Kangaamiut

Früh am Morgen und bei recht bedeckten Himmel steht eine Zodiac Fahrt vor dem Evighedsgletscher auf dem Programm.
Ein tiefblauer Bereich des Gletschers liegt quasi blank vor uns. Hier kann man das über die Jahrtausende zusammengepresste, ganz klar wirkende Eis bewundern kann. Die intensive, blaue Farbe entsteht, weil das Eis kaum noch Lufteinschlüsse hat und deshalb den Blauanteil im Tageslicht besonders gut reflektiert, während es die übrigen Farben herausfiltert. An einem bewölkten Tag wie heute wirkt dieses Blau noch intensiver. Auf den nahegelegenen Vogelklippen brüten Dreizehenmöwen.


Evigheds-Gletscher





Kangaamiut mit ca. 350 Einwohnern liegt auf einer vorgelagerten Insel in der Mündung des Kangerlussuatsiaq Fjords, der zentralen Qeqqata-Region Grönlands. Umgeben von kalten, reichen Gewässern und einem weiten Hinterland voller Wild geht das Leben in Kangaamiut langsamer voran und die Einheimischen leben noch immer einen weitgehend traditionellen Lebensstil, von der Jagd und dem Fischfang.Wir gehen am Nachmittag an Land und besuchen das Dorf. Einwohnerinnen demonstrieren wie eine Robbe mit traditionellen Werkzeugen zerlegt wird. Wer möchte kann etwas der rohen Leber probieren.
Später zeigt uns eine Tänzerin einen Maskentanz. Diese Tänze sind eine Inuit-Tradition, bei der Kinder mit erzieherischer Absicht erschreckt und mit ihren Ängsten konfrontiert werden.
Wir kehren zurück aufs Schiff, wo traditionell am letzten Abend der Reise der Captain´s Farewell Cocktail stattfindet.






Tag 13: Kangerlussuaq

In der Nacht segelten wir den 160 Kilometer langen Kangerlussuaq-Fjord hinauf. Heute endet unsere Grönlandreise. Schon um 6 Uhr beginnt an Bord der Check-in für unseren Rückflug. Weil Kangerlussuaq zwar einen Flughafen, aber keinen Pier für größere Schiffe hat, werden wir nach dem Frühstück mit unserem Handgepäck in den Zodiacs an Land gebracht.
Mit einem Besuch am Reindeer Glacier nahe Kangerlussuaq nehmen wir Abschied von Grönland. Wir bekommen dabei einen Blick auf die mächtige Eiskappe (Inlandeis), die etwa 85 Prozent der Insel bedeckt.
Am Hafen holen uns geländegängige Busse ab und über eine Schotterpiste geht es 45 Kilometer zum Reindeer Glacier, übrigens die längste Straße Grönlands. Die 35 km ab Kangerlussuaq wurde von Volkswagen angelegt, das zum Schutz vor Wirtschaftsspionage von 1999 bis 2004 ein auf dem Inlandeis errichtetes Testgelände betrieb.
Auf diesem Ausflug holen wir nach was uns bisher auf Grönland gefehlt hat – Tiersichtungen. Wir erspähen Schneehasen, Rentiere, Polarfüchse und sogar zwei Moschusochsen, die entspannt im Gras liegen.
Auf dem Rückweg bestaunen wir in einem See „tomatenähnlichen Früchte“, wobei es sich in Wirklichkeit um große, kugelige Kolonien von Cyanobakterien handelt, die lokal als Seetomaten (sea tomatoes) bezeichnet werden.


Nach einem Picknick fahren wir zum Flughafen. Dieser wurde 1941 als amerikanische Militärstützpunkt errichtet und war während des zweiten Weltkrieges ein wichtiges Bindeglied für Flüge zwischen Nordamerika und Europa. 1992 verließen die Amerikaner den Stützpunkt. Nun wird der Flughafen für die zivile Luftfahrt genutzt.
Unser Flug ist ausgebucht und nach einer Zwischenlandung in Reykjavik, wo viele Mitreisende ihre Anschlußflüge nehmen, geht es für uns weiter zur letzten Etappe nach Kopenhagen.



Tag 14 – 18: Kopenhagen

Nach der Zwischenlandung auf Island erreichen wir Kopenhagen endlich gegen 2 Uhr nachts.
Nach einem späten Frühstück machen wir uns auf den Weg die Stadt zu erobern. Unser Hotel liegt auf der zentralen künstlichen Insel Christiansholm, wo in den letzten Jahren ein modernes Stadtquartier entstand.
Drei Tage erkunden wir den Stadtkern und anliegende Quartiere zu Fuß, am letzten Abend nehmen wir, zwecks Perspektivwechsels, an einer Kanaltour teil.
Sicher haben wir die Top Ten Sehenswürdigkeiten gesehen, aber das ist nur ein Teilaspekt dieser Stadt. Baden im Hafen, Königsschlösser mitten in der Stadt, kleine Gassen mit bunten Häuschen, moderne Architektur, Gourmetrestaurants und leckere Hotdogs – all das und noch viel mehr ist Kopenhagen.
Kopenhagen, mit rund 670.000 Einwohnern gehört zu den lebenswertesten und glücklichsten Städten weltweit. Sie verbindet historischen Charme perfekt mit modernem Design, einer wegweisenden Fahrradkultur und skandinavischer Gemütlichkeit.
Wir haben uns verliebt und kommen bestimmt zurück!